FUNKTIONSGEBÄUDE DER WASSERBETRIEBE BERLIN

Funktionsgebäude Berliner Wasserbetriebe BIM

BIM im Realisierungswettbewerb
Die Berliner Wasserbetriebe haben den Auftrag erteilt, im Rahmen eines Realisierungswettbewerbs den Bau von zwei Funktionsgebäuden zu planen. Die besondere Anforderung an die Funktionsgebäude ist, dass diese durch intelligente Lösungen für Organisation, Gestaltung und Konstruktion in zugleich innovativer und wirtschaftlicher Form Raum für zeitgemäße Arbeitsplätze schaffen sollen. Als Pilotverfahren wurde die Planungsmethode Building Information Modeling (BIM) in den Wettbewerb einbezogen. Ziel war die Überprüfung, inwieweit die frühe Integration von BIM den gesamten Planungsprozess unterstützen kann. 

Zusammenarbeit mit Big Open BIM
Teams an verschiedenen Standorten in Paris und Berlin haben unter Einsatz unterschiedlicher Software zusammengearbeitet (Big Open BIM). Dabei wurden durchgängig digitale Gebäude-Teilmodellen über mehrere Disziplinen (Architektur, Tragwerk und TGA) genutzt. Darüber hinaus wurde das Bestandsgebäude über die IFC-Schnittstelle integriert.

Erkenntnisse aus dem Pilotverfahren
Während der Erstellung des Wettbewerbsentwurfs wurde deutlich, dass der BIM-Planungsablauf auch in dieser, dem eigentlichen Projekt vorgelagerten Phase ein hohes Maß an fachübergreifender Vernetzung, Kooperation und Koordination erfordert, um die Beiträge einzelner zu einem Ganzen zusammenzuführen. Die Planungsqualität war dadurch spürbar höher. Dennoch bleibt festzustellen, dass die vollständige Modellierung inklusive Abstimmung und Integration der Fachplanung einen geringen Einfluss auf die Qualität des architektonischen Entwurfs hat. Da die Architektur in einem Realisierungswettbewerb ein maßgebliches Bewertungskriterium darstellt, ist die Sinnhaftigkeit der Verknüpfung von Wettbewerb und BIM-Planungsablauf derzeit noch in Frage zu stellen. Zu einer anderen Bewertung würde man vielleicht kommen, wenn man das Wettbewerbsmodell um die vierte, fünfte und sechste Dimension erweitern würde. Die Folge wäre ein konsolidierter Wettbewerbsentwurf mit validen Aussagen zu Mengen, Kosten, Terminen und einer späteren Nutzung.
Weiterhin kann kritisiert werden, dass ein BIM-Modell, das in einem Realisierungswettbewerb erstellt wurde, vermutlich wenig beständig ist. Die Beständigkeit bzw. Kontinuität des Modells ist jedoch ein wesentlicher Vorteil der BIM-Planungsmethode, der somit ungenutzt bliebe. In den meisten Fällen wird aus verschiedenen Gründen wie z. B. weitgreifenden Überarbeitungen des Projekts und fehlenden Nutzeranforderungen das BIM-Modell im Zuge der Vor- bzw. Entwurfsplanung neu zu erstellen sein. Dies wird sich in Zukunft durch die Weiterentwicklung intelligenter Elementfamilien möglicherweise ändern.

3D-Modellierung auf Basis von BIM
Building Information Modeling ist eine partnerschaftliche Methode für die Planung, den Bau und den Betrieb von Gebäuden, Ingenieurbauwerken und Verkehrsinfrastrukturen. Alle architektonischen, technischen, physikalischen und funktionalen Eigenschaften eines Objekts werden in einem zentralen, durchgängigen 3D-Modell zusammengeführt. Kommunikation, Transparenz und Datenqualität werden gesteigert, wichtige Detailpunkte frühzeitig erkannt und Fehler auf ein Minimum reduziert.

Auftraggeber
Berliner Wasserbetriebe

Architekten
Atelier d'architecture Chaix & Morel et associés, Paris

Technische Daten
BGF: 5.000 m²

Leistungen Schüßler-Plan
Tragwerksplanung
BIM-Teilmodelle

PDF-Version

Funktionsgebäude der Wasserbetriebe Berlin
Facebook
Google+
Xing

Schüßler-Plan verwendet Cookies für Websites in der Domain schuessler-plan.de. Durch die Nutzung unserer Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Erfahren Sie mehr zu den von uns oder Dritten eingesetzten Cookies und Ihren Möglichkeiten, diese auszustellen, in unserer Datenschutzerklärung.