NEUE MESSE SÜD DÜSSELDORF

Messe Süd Düsseldorf
Neue Messe Süd Düsseldorf

Einzigartiges Design trifft planerische Raffinesse
Ausgefallene Architekturideen sind planerisch anspruchsvoll und manchmal nicht von Anfang an zu realisieren. Umso spannender ist es, wenn sich Architekten und Ingenieure in einen kreativen Austausch begeben und aus diesem Spannungsfeld heraus umsetzbare und ebenso beeindruckende Konstruktionen entwickeln – so geschehen bei dem neuen Entree der Messe Düsseldorf. Die intensivste Entwicklung während der Planung hat das Messevordach durchlaufen: Der ursprüngliche Entwurf von unregelmäßigen und mit Luft gefüllten Waben ist einer gleichmäßigen Rautenstruktur in Verbindung mit einem membranähnlichen Stoff gewichen. Die Einzigartigkeit der 150 m langen Dachkonstruktion spricht für eine gelungene Symbiose aus Architektur und Tragwerksplanung.
slapa oberholz pszczulny I sop architekten erhielten 2014 den Auftrag von der Messe Düsseldorf zur Neugestaltung der Eingangszone des Messegeländes. Dazu gehören, neben dem Vordach, ein neues Foyer mit freischwebendem Konferenzbereich sowie eine dahinterliegende Messehalle, deren Neubau mit dem Abriss der bestehenden Hallen Anfang 2018 begonnen hat. Der Neubau der Messehalle 1+2 beinhaltet eine ca. 12.000 m² große, stützenfreie Ausstellungshalle, welche über eine geschlossene Fußgängerbrücke mit dem bestehenden Kongressbereich (CCD-Süd) verbunden wird. Der Bau der Messehalle 1 wurde im September 2019 mit der Inbetriebnahme der Halle abgeschlossen.
Schüßler-Plan verantwortet die Tragwerksplanung und Bauphysik für Halle, Foyer und Vordach.

Auftraggeber
Messe Düsseldorf GmbH

Standort
Düsseldorf

Architekten
slapa oberholz pszczulny | sop architekten

Technische Daten
150 m langes und 1000 t schweres Stahldach
Foyer mit 20 m hoher Glasfassade und auskragendem Konferenzbereich
12.000 m² große stützenfreie Ausstellungshalle
9000 m² große, eingeschossige Tiefgarage

Leistungen
Tragwerksplanung und Bauphysik

PDF-Version

Anspruchsvolles Messevordach als Eyecatcher
Im Entwurf wurde der Fokus auf den Eingangsbereich als neuem Orientierungspunkt gelegt. Hier entsteht ein zirka 1.000 t schweres Stahldach, das sich in Verlängerung des neuen Hallenkomplexes geometrisch parallel zur Stockumer Kirchstraße zu einem spitzen Dreieck formt. Das Dach besteht aus rautenförmigen Elementen und verbindet sich in seiner Formgebung mit der wabenförmigen Struktur des angrenzenden Kongresszentrums mit den im Hintergrund liegenden Messehallen. Neben dieser verbindenden Funktion markiert es wirkungsvoll den neuen Haupteingang, fügt die Innen- und Außenräume zusammen und dient gleichzeitig als Begegnungsort mit Nahverkehrshaltestellen und dem Zugang zur Tiefgarage.
Als Dacheindeckung ist ein teflonbeschichtetes Glasfasertextil vorgesehen, dessen Tragverhalten dem einer Membran entspricht. Das Montagekonzept für diese anspruchsvolle und einzigartige Konstruktion wurde ebenfalls mitentwickelt: Die Rautenmodule mit einer Gesamtdiagonale von 44,50 m und einem Gewicht von zirka 80 t werden mit Hilfe von zwei Autokranen auf die aufgestellten Schleuderbetonstützen gehoben.

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Foyer mit Vordach als neues Entree

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Neubau der Messehalle 1

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