FREIHEITSPLATZ HANAU

Freiheitsplatz Hanau

Planung eines Busbahnhofs mit Aufenthaltsqualität
Der Umbau des Freiheitsplatzes in Hanau wurde im Herbst 2015 fertiggestellt. Mit der Neuorganisation des Zentralen Busbahnhofes und der Umgestaltung und Neuordnung des Platzes ist ein Ort geschaffen worden, der hingegen der früheren Nutzung, heute allen Bürgern eine öffentliche, barrierefreie Nutzung ermöglicht und zum Verweilen einlädt. Damit dies möglich wurde, haben das Architekturbüro netzwerkarchitekten aus Darmstadt, die Landschaftsarchitekten club L94 aus Köln unter der Gesamtprojektleitung von Schüßler-Plan aus Frankfurt sowie die städtischen Gesellschaften und Eigenbetriebe der Stadt Hanau eng zusammengearbeitet.

Ergebnis eines langen städtebaulichen Findungsprozesses mit der Öffentlichkeit
Das Projekt besteht aus den Teilprojekten Einkaufszentrum, Zentraler Omnibusbahnhof und südlicher Freiheitsplatz. Letztgenannter steht den Bürgern als gänzlich fahrzeugfreier öffentlicher Freiraum zur alltäglichen und multifunktionalen Nutzung zur Verfügung. Ein intensiver Diskurs mit den verschiedenen Gremien und der Politik führte zu einer Rahmenplanung, auf deren Grundlage ein VOF-Verfahren ausgelobt wurde.  Die beabsichtigte möglichst breite Beteiligung der Öffentlichkeit wurde ergänzt durch Planungsdurchsprachen mit Blinden- und Sehbehindertenverband. Weiterhin wurden die Planungen ausgewählten Anliegern nochmals separat erläutert, die ggf. die Änderung bzw. Aufwertung ihrer Gebäudenutzung erwägen konnten (Gastronomie).

Baumartige Überdachungen für Licht- und Schattenspiel
Tulpenbäume besetzen den Platz mit dem historischen Thema Esplanade durchgängig im Raster, hierzu wurden sogar in den Bussteigen Bäume gesetzt. Das Baumthema wird im ZOB zusätzlich unterstützt, in dem die Bussteigüberdachungen als kreisrunde Dachgruppen mit organischer Tragstruktur und farbig-transparenter Glaseindeckung entworfen wurden. Bei Sonnenlicht entsteht durch das grüngelb eingefärbte Glasdach  eine entsprechende Lichtfärbung auf den Bussteigen, die durch das Schattenbild der Tragwerksstruktur reizvoll überlagert wird. Die einzelnen Überdachungen sind als Stahl-Glaskonstruktionen konzipiert, die in ihrer formalen Ausbildung an Schirme erinnern, die sich jeweils aus einer einzigen Stahlstütze entwickeln.

Auftraggeber
Hanau Infrastruktur und Service GmbH

Architekten
netzwerkarchitekten Darmstadt

Technische Daten
Größe Erschließungsfläche: 2,3 ha

Leistungen
Objektplanung Gebäude und Innenräume
Objektplanung Verkehrsanlagen
Technische Ausrüstung
Tragwerksplanung

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