NEUGESTALTUNG DÖPPERSBERG WUPPERTAL

Döppersberg

Neugestaltung Wuppertal Döppersberg
Bei dem Projekt Döppersberg geht es um die verkehrliche und städtebauliche Neuorganisation des Bereichs zwischen dem Hauptbahnhof und der Elberfelder Innenstadt sowie um die funktionale Aufwertung des gesamten Bahnhofsumfeldes Zu den baulichen Maßnahmen gehört auch die Absenkung der B7 um ca. 600 m. Schüßler-Plan ist in dem Großprojekt mit der Bauüberwachung, sowie den Leistungsphasen 2 bis 8 beauftragt.
Mit dem Großprojekt Döppersberg wird der Bereich zwischen dem Wuppertaler Hauptbahnhof und der Elberfelder City verkehrlich und städtebaulich neu organisiert. Das Ziel ist eine funktionale Attraktivitätssteigerung des gesamten Bahnhofsumfeldes, indem die Innenstadt mit dem Bahnhofsbereich ebenerdig zusammengeführt und neu strukturiert wird. Der Verkehr der zurzeit auf unterschiedlichen Höhen parallel verlaufenden Straßen Bundesallee (B 7) und Bahnhofsstraße wird dazu neu geordnet. Die Bundesallee wird auf einer Länge von ca. 600 m tiefergelegt und umgestaltet; hinzu kommt der Um- und Neubau von vier Brückenbauwerken und vier Stützwänden. Schüßler-Plan wurde von der Stadt Wuppertal mit den Leistungsphasen 2 - 8 sowie der Bauüberwachung beauftragt. Die im Herbst 2014 begonnene Maßnahme wird vor Ort von drei Schüßler-Plan Mitarbeitern der Abteilung Baumanagement in den Bereichen Bauüberwachung Erd- und Straßenbau, Bauüberwachung Ingenieurbau sowie Bauoberleitung betreut.
Das Projekt Döppersberg steht u. a. aufgrund der Baukosten, der Lage der Baumaßnahme und den damit verbundenen Einschränkungen für den innerstädtischen Verkehr stark im Fokus der Öffentlichkeit. Zu den Aufgaben des Baumanagements, wie z. B. der Überwachung der Ausführung hinsichtlich Qualitäten und vertraglichem Soll, erhält die terminliche Überwachung der Bauzeiten einen besonders hohen Stellenwert.
Sowohl durch die angrenzende Investorenbebauung als auch durch den vorgefundenen Baugrund entstehen störende Einflüsse, die den Bauablauf beeinträchtigen und Auswirkungen auf Termine und Kosten mit sich bringen. Vor allem der Kostenfaktor führte in den ersten 12 Monaten der Bauzeit zu Umplanungen. Der Baugrund besteht überwiegend aus Fels der Bodenklasse 7, mit teilweise großen Klüften und Hohlräumen, was die Herstellung der Bohrpfähle und der Daueranker erschwert. Überlagert wird der Fels größtenteils von Bau- und Trümmerschutt. Hinzu kommt, dass der Bereich der Baumaßnahme in einem Bombenabwurfgebiet aus dem Zweiten Weltkrieg liegt, wodurch umfangreiche, über das übliche Maß hinausgehende Kampfmittelerkundungen erforderlich wurden. Nicht zuletzt ist der Uferbereich der angrenzenden Wupper in den letzten Jahrhunderten mehrmals umgestaltet worden. Das Fehlen entsprechender Hinweise darauf in den vorliegenden Bestandsunterlagen führte zu diversen Überarbeitungen der Ausführungsplanung, was wiederum Einfluss auf die Kosten und den Bauablauf zur Folge hatte.
Um für solche Herausforderungen technische und wirtschaftliche Lösungen anbieten zu können, müssen diverse Voraussetzungen gegeben sein. Ein wesentlicher Aspekt ist das frühzeitige Erkennen von vertragsabweichenden Zuständen auf der Baustelle, was u. a. durch regelmäßige Baustellenpräsens, den intensiven Austausch zwischen den am Bau Beteiligten und eine fundierte Kenntnis des vertraglichen Leistungssolls erreicht wird. Regelmäßige Besprechungen mit allen Beteiligten sind zwingend erforderlich, um etwaige Störungen frühzeitig erkennen zu können.
Aktuell sind die Arbeiten an den neu zu erstellenden Ingenieurbauwerken kurz vor Fertigstellung, die vertraglich vereinbarte Bauzeit wird eingehalten. Der nachlaufende Erd- und Straßenbau wird ebenfalls in der vorgegebenen Bauzeit abgeschlossen werden, lediglich der Umbau der Innenstadtbrücke über die Wupper wird sich verzögern. Die gegen Ende des 19. Jahrhunderts als genietete Stahlkonstruktion erbaute Brücke besteht aus einem Haupttragwerk mit sechs Bogenträgern mit einer Spannweite von 21,60 m. Die Konstruktion der Verkehrsebene besteht aus Längs- und Querträgern, die mittels Stützen auf den Bogenträgern aufgeständert sind. Im Zuge der Erstellung eines Personentunnels um 19600 wurde die Konstruktion im Bereich von vier Bogenträgern abgesenkt. Weil durch die neugeplante Fußgängerführung der Personentunnel als Hauptfußgängerverbindung zwischen Innenstadt und Bahnhof entfällt, wird die Brückenoberfläche wieder auf die ursprüngliche Höhe zurückgeführt. Aufgrund der zur Neustrukturierung erforderlichen Überfahrung der Brücke durch Anlieferung und Feuerwehrfahrzeuge (bis 18 t) war eine Überprüfung der alten Bausubstanz notwendig. Diese ergab, dass zur dauerhaften Erhaltung der Brücke ein größerer Teil der Tagkonstruktion ausgetauscht werden muss. Mit der dafür erforderlichen Bestandsanalyse und Neukonzeption des Brückentragwerks wurde der bisherige Auftrag erweitert. Die besondere Herausforderung lag hier in dem Zusammenspiel von erhaltenswertem Bestand und erforderlicher Neukonstruktion unter den geänderten statischen Bedingungen.

Auftraggeber
Stadt Wuppertal

Standort
Wuppertal

Technische Daten
Umbau und Tieferlegung Bundesallee B7 Länge ca. 600 m
Neubau von 2 Brücken in integraler Bauweise Länge je ca. 14 m, Breite ca. 13 m
Neubau von Stützwänden mit einer tangierenden, teils rückverankerten Bohpfahlwand Länge ca. 270 m
Neubau von Stützwänden als Winkelstützmauer Länge ca. 100 m
Neubau eine Fußgänger-/Geschäftsbrücke in integraler Bauweise Länge ca. 35 m, Breite ca. 35 m
Umbau einer Innenstadtbrücke aus Stahl
Erdbau ca. 40.000 m³
Straßenneubau ca. 14.000 m²

Leistungen Schüßler-Plan
Objektplanung: Ingenieurbauwerke Lph 2 bis 8
Objektplanung: Verkehrsanlagen Lph 2 bis 8
Örtliche Bauüberwachung
Vertrags- und Nachtragsmanagement

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